Rückblick & Impressionen

 

Bildergalerie (12 Bilder)
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« ZurückYesim Topuz (Bild 12 von 12) 

Wir blicken dankbar auf einen erfolgreichen 14. Landesweiten Tag der Genderforschung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg zurück. Zahlreiche Teilnehmende aus Wissenschaft, Praxis und Gesellschaft sind unserer Einladung gefolgt und haben den Tag durch ihr Interesse, ihre Beiträge und ihr Feedback bereichert.

Eröffnet wurde der landesweite Tag durch die Moderation von Michaela Frohberg und einem Grusswort der Rektorin Prof.in Dr.in  Claudia Becker, der Rektorin der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Anschließend folgte eine eindrucksvolle Keynote "Demokratie braucht Geschlechtergerechtigkeit: Zur Verantwortung der Hochschulen" von Prof.in Dr.in Ulrike Lembke. 

Trotz der inhaltlich anspruchsvollen und teilweise schweren Themen war die Atmosphäre offen und zugleich locker. Zwischen den Programmpunkten entstanden viele anregende Gespräche und neue Vernetzungen.  Ein zentrales Anliegen des LTG, das auch in diesem Jahr sichtbar gelungen ist.

Verleihung des Förderpreises für Abschluss- und Qualifikationsarbeiten mit Genderschwerpunkt

Ausgezeichnet wurden insgesamt vier Arbeiten: eine Bachelorarbeit, zwei Masterarbeiten und ein künstlerisches Projekt. Die prämierten Arbeiten beschäftigen sich mit gesellschaftlich hochaktuellen Themen wie dem Antifeminismus der Neuen Rechten, der Wohnungslosigkeit von trans* Menschen, der Rolle von Frauen in der DDR sowie der Darstellung von Weiblichkeit in der Handarbeit.

Die Preisträgerinnen im Überblick:

  • Marietta Meier erhielt den mit 500 Euro dotierten Preis für ihre Bachelorarbeit an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Sie analysiert den Antifeminismus der Neuen Rechten und zeigt, wie Themen wie Familie, Gender und Gewalt ideologisch instrumentalisiert werden.

  • Helena Keim (Hochschule Merseburg) wurde für ihre Masterarbeit ausgezeichnet, in der sie die Situation wohnungsloser trans* Menschen untersucht und die Herausforderungen eines binären Hilfesystems beleuchtet.

  • Kira Wybierek (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg) erhielt den Preis für ihre Masterarbeit über weiblichen Widerstand in der DDR der 1980er Jahre, wobei sie die Rolle von Frauen in der Revolution von 1989 untersucht und die historische Bedeutung der ostdeutschen Frauenbewegung aufzeigt.

  • Julia Dichte (Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle) wurde für ihr künstlerisches Projekt „Stricklisel und Hexenstich“ geehrt, das gesellschaftliche Weiblichkeitsbilder durch textile Handarbeitstechniken und deren Einsatz in der Mädchenerziehung erforscht.

Die ausgezeichneten Arbeiten zeigen eindrucksvoll, wie interdisziplinäre Ansätze in der Genderforschung dazu beitragen, gesellschaftliche Dynamiken und Machtstrukturen zu verstehen und die Bedeutung von Geschlechterforschung für Wissenschaft und Gesellschaft hervorzuheben.

Weitere Informationen zum Förderpreis finden Sie hier.

Vorträge 

Mit ihrem Vortrag „Die antifeministische Rhetorik in der rechtspopulistischen Politik – ein Vergleich zwischen Deutschland und Südkorea“ zeigte Dr.in Hye Min Oh (Universität Tübingen), wie ähnliche Muster antifeministischer Argumentation in beiden Ländern auftreten. Daran anschließend beleuchtete Yesim Topuz (Independent Researcher) in „Alpha Males, Beta Debatten“, wie rechte Streitformate und antifeministische Narrative Debatten prägen und den öffentlichen Diskurs verschieben.

Dr.in Hye Min Oh Yesim Topuz

 

Posterausstellung

Im Rahmen der Posterausstellung wurden drei Projekte präsentiert, die aktuelle gesellschaftliche Fragestellungen aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten. Judith Zadek und Julia Arnold stellten ihr Projekt „Frauen treiben soziale Innovationen“ vor und zeigten, wie weibliche Vorbilder soziale Innovationsprozesse in Sachsen-Anhalt prägen. Alexandra Franke widmete sich in „Sei doch mal ein echter Mann“ einer gestalterischen Auseinandersetzung mit Männlichkeitsbildern und deren Wirkung. Abschließend präsentierte Sarah Grossmann ihre Analyse zu Hedwig Dohms politischen Forderungen und dem Frauenwahlrecht als zentralem Schritt der Demokratisierung.

Julia Arnold Sarah Grossmann Alexandra Franke

 

Besonders möchten wir uns bei allen Beteiligten bedanken:
– den Vortragenden und Posterpräsentierenden für ihre wertvollen Impulse,
– den Moderatorinnen für die Begleitung durch das Programm,
– unseren Kooperationspartner
innen für die gelungene Zusammenarbeit,
– und allen Teilnehmenden, die den Tag mit ihrem Engagement lebendig gemacht haben.

Der Austausch zeigt einmal mehr, wie wichtig und wirksam solche Räume für Geschlechterforschung, Gleichstellung und kritische Perspektiven sind.

 

Mit diesem Tag endet ein intensiver, vielseitiger und inspirierender Veranstaltungstag und wir blicken bereits freudig auf das nächste Jahr.

 

 

Der 14. Landesweite Tag der Genderforschung war eine Kooperationsveranstaltung der Koordinierungsstelle Genderforschung & Chancengleichheit Sachsen-Anhalt (KGC) mit:

 

 

 

Letzte Änderung: 08.12.2025 -
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