2. Interdisziplinäre Nachwuchstagung Geschlechterforschung 2018: Nachlese & Impressionen

2. Interdisziplinäre Nachwuchstagung_Genderforschung 2018

9. November 2018 Ι Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

Nach einem erfolgreichen und spannenden 8. Landesweiten Tag der Genderforschung ging es am 9. November 2018 in die 2. Runde der Interdisziplinären Nachwuchstagung „Wie forsche ich in meinem Fach mit Geschlechterperspektive?“, welche in einer Kooperation der Koordinierungsstelle Genderforschung & Chancengleichheit Sachsen-Anhalt (KGC) und der Büros für Gleichstellungsfragen der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg organisiert wurde. Zunächst wurden die bundesweit angereisten Teilnehmenden herzlich in Empfang genommen und mit einem Begrüßungswort von Drin Sandra Tiefel (Zentrale Gleichstellungsbeauftragte der OVGU), Verena Stange (Stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte der MLU), Michaela Frohberg (Leiterin KGC) und Morena Groll (Projektkoordinatorin KGC)in den weiteren Ablauf der Tagung eingeführt.

Im Anschluss daran startete das Dialogforum in Form eines World-Cafés, welches den Nachwuchsgenderforscher*innen Möglichkeiten zum ersten Vernetzen und zum Austausch über ihre Forschungsinteressen und Motivationen gab. Hierbei wurden von den Teilnehmenden aus heterogenen Disziplinen die unterschiedlichsten Themen und Forschungsgegenstände zusammengetragen und dann gemeinsam überlegt, wo in den verschiedenen Fächern besondere Chancen und Potentiale durch Geschlechterforschung liegen. Es wurde deutlich, wie vielfältig vernetzt die verschiedenen Fachbereiche auch über ihre eigenen Grenzen hinaus sein können und wie sehr Geschlechterforschung es vermag disziplinübergreifend ähnliche Herausforderungen aber auch Potentiale sichtbar werden zu lassen.

Weitere Impressionen finden Sie mit einem Klick auf dieses Bild:

2. Interdisziplinäre Nachwuchstagung 2018-min

Anschließend an den thematischen Einstieg begann die Arbeitsgruppenphase, für welche sich die Teilnehmenden in ihren jeweiligen fachlich angeleiteten AGs zusammenfanden. In den einzelnen Gruppen wurden dann, angeleitet durch die erfahrenen Wissenschaftler*innen, je ein bis zwei Exposés diskutiert. Gemeinsam mit den Nachwuchswissenschaftler*innen, die hier ihre Forschungsarbeit präsentierten, wurde ein Blick auf die Fragestellungen und Ideen zum Forschungsvorgehen geworfen, sodass die jeweiligen Vorhaben konkretisiert und ergänzt werden konnten. Außerdem gab es ausreichend Raum für alle Teilnehmenden, um selbst Fragen zu eigenen möglichen Forschungsideen einzubringen sowie auch Unsicherheiten zu äußern. Der gemeinsame Nenner dieses Austauschs war, dass es leider vielerorts nicht leichtfällt, Forschungsprojekte mit Geschlechterperspektive anzugehen, was neben Anfeindungen gegenüber diesem Fachgebiet auch mit einem noch bestehenden Mangel an wissenschaftlichen Betreuer*innen einhergeht. Auf der anderen Seite wurden aber vor allem der Bedarf einer Arbeit an diesen Themen und die wahnsinnig große Motivation für eine verstärkte Auseinandersetzung mit diesen deutlich. Trotz aller Herausforderungen wird durch Veranstaltungen wie die Nachwuchstagung sichtbar, wie wichtig Plattformen wie diese für junge Wissenschaftler*innen sind und wie sehr die Geschlechterforschung vom Austausch und der Vernetzung über die eigenen Landesgrenzen hinweg zehren kann und muss.

Nach diesen intensiven Arbeitsgruppenphasen, die zwischendurch durch eine gemeinsame Mittagspause aufgelockert wurden, fanden sich am Nachmittag alle Teilnehmenden zum Abschluss der 2. Interdisziplinären Nachwuchstagung wieder zusammen. Von Frau Drin Sandra Tiefel wurden die Ergebnisse des Dialogforums zusammengefasst vorgestellt und so zum Abschluss noch einmal offenbar, was an diesem Tag gelungen war: das Wecken von Interessen und Schaffen von Inspiration, Vernetzung, Wissensgenerierung, Austausch, Sehen von Chancen und Potentialen, Wahrnehmen von Herausforderung, Ermöglichung von Unterstützung, Aufzeigen von Gemeinsamkeiten und vor allem: Sammeln von Motivation für das, was die Forschung mit Geschlechterperspektive in Zukunft bringen mag!

Wir danken allen Teilnehmenden, Arbeitsgruppenleiter*innen und Organisator*innen für diese gelungene Nachwuchstagung und freuen uns aufs nächste Jahr!

Letzte Änderung: 01.02.2019 - Ansprechpartner:

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