8. Landesweiter Tag der Genderforschung 2018: Nachlese und Impressionen

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Bildergalerie (30 Bilder)
 Eröffnung durch Michaela Frohberg I Leiterin der KGC (Bild 1 von 30) » Vorwärts
« ZurückGrußwort von Prof. Dr. Monika Brunner-Weinzierl ǀ Prorektorin für Forschung, Technologie und Chancengleichheit der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (Bild 2 von 30) » Vorwärts
« ZurückLaudatio von Hubert Böning ǀ Staatssekretär im Ministerium für Justiz und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt (Bild 3 von 30) » Vorwärts
« ZurückVerleihung des Förderpreises für Genderforschung in Sachsen-Anhalt (Bild 4 von 30) » Vorwärts
« ZurückÜbergabe des Preises an Astrid Kempe (Bild 5 von 30) » Vorwärts
« ZurückÜbergabe des Preises an Mareike Fingerhut-Säck (Bild 6 von 30) » Vorwärts
« ZurückStaatssekretär, Preisträgerinnen & Michaela Frohberg (Bild 7 von 30) » Vorwärts
« ZurückPreisträgerin Astrid Kempe bei der Präsentation ihrer Dissertation (Bild 8 von 30) » Vorwärts
« ZurückPreisträgerin Mareike Fingerhut-Säck bei der Präsentation ihrer Dissertation (Bild 9 von 30) » Vorwärts
« ZurückAnita Henneberger, Doktorandin am Lehrstuhl Geschichte der Neuzeit mit dem Schwerpunkt Geschlechterforschung der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (Bild 10 von 30) » Vorwärts
« ZurückNetzwerken in der Pause (Bild 11 von 30) » Vorwärts
« ZurückDr. Andrea Blumtritt I Landesgleichstellungsbeauftragte im Gespräch mit Dr. Sandra Tiefel I Gleichstellungsbeauftragte der OVGU (Bild 12 von 30) » Vorwärts
« ZurückNetzwerken in der Pause (Bild 13 von 30) » Vorwärts
« ZurückUnsere Kolleginnen Annika Schetter, Irene Koch und Jenny Nießner (Bild 14 von 30) » Vorwärts
« ZurückUnsere Kolleginnen Verena Stange I MLU und Annika Sominka I Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle (Bild 15 von 30) » Vorwärts
« ZurückModeration Anne Borchert I KGC (Bild 16 von 30) » Vorwärts
« ZurückModeration Verena Stange I Stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (Bild 17 von 30) » Vorwärts
« ZurückModeration Morena Groll I KGC (Bild 18 von 30) » Vorwärts
« ZurückPostersession gender x Informatik (Bild 19 von 30) » Vorwärts
« ZurückPostersession gender*bildet (Bild 20 von 30) » Vorwärts
« ZurückPostersession Medienkoffer KgKJH (Bild 21 von 30) » Vorwärts
« ZurückPostersession Projekt GenderMed (Bild 22 von 30) » Vorwärts
« ZurückPostersession: "Neue Perspektiven: Potenziale der Genderforschung in den MINT- und Humanwissenschaft" (Bild 23 von 30) » Vorwärts
« ZurückJenny-Antonia Schulz I FU Berlin (Bild 24 von 30) » Vorwärts
« ZurückStelle Rüger I Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Arbeitsbereich Quantitative und Qualitative Methoden am Institut für Pädagogik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (Bild 25 von 30) » Vorwärts
« ZurückImpressionen_Preisverleihung_2018 (Bild 26 von 30) » Vorwärts
« ZurückImpressionen_Prof. Dr. Monika Brunner-Weinzierl I Prorektorin für Forschung, Technologie und Chancengleichheit (Bild 27 von 30) » Vorwärts
« ZurückImpressionen_Michaela Frohberg (Bild 28 von 30) » Vorwärts
« ZurückImpressionen_ Dankeschönübergabe :-) (Bild 29 von 30) » Vorwärts
« ZurückTeam_KGC_Landesweiter Tag_2018 (Bild 30 von 30) 

8. November 2018 ǀ Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

Zum 8. Landesweiten Tag der Genderforschung  trafen sich Geschlechterforscher*innen und Interessierte an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, wo die Expert*innen und Wissenschaftler*innen  ihre Forschungs- und Praxisprojekte vorstellten.

Nach der Eröffnung durch Michaela Frohberg, der Leiterin der Koordinierungsstelle, richtete Frau Prof.in Monika Brunner-Weinzierl, Prorektorin für Forschung, Technologie und Chancengleichheit, das Grußwort an die Teilnehmenden und betonte darin die Rolle des landesweiten Tages für die Vernetzung und Förderung der Geschlechterforschung in Sachsen-Anhalt.

Den Auftakt der Tagung machte die feierliche Verleihung des „Förderpreises für Abschluss- und Qualifikationsarbeiten mit Genderaspekt“ durch das Ministerium für Justiz und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt und die KGC. Staatssekretär Hubert Böning hob in seiner Laudatio Geschlechtergerechtigkeit als Grundsäule der Demokratie hervor, für deren Verwirklichung die Berücksichtigung der Geschlechterperspektive und damit auch die Erkenntnisse der Geschlechterforschung eine entscheidende Rolle spielen. „ Sie hinterfragt eingefahrene Denkmuster, die zu Ungerechtigkeiten führen. Hier muss noch viel Arbeit geleistet werden und wir setzen dabei auf die Unterstützung der Forschung“, so Böning weiter.
Ausgezeichnet wurden in diesem Jahr diese beiden Preisträgerinnen mit ihren herausragenden Dissertationen:

Astrid Kempe mit ihrer juristischen Forschung zu „Lückenhaftigkeit und Reform des deutschen Sexualstrafrechts vor dem Hintergrund der Istanbul-Konvention“ (Martin-Luther-Universität halle-Wittenberg, Lehrstuhl für Strafrecht). In ihrer Arbeit befasst sie sich mit der jüngsten Reform des deutschen Sexualstrafrechts vor dem Hintergrund des Übereinkommens des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen einschließlich häuslicher Gewalt (Istanbul-Konvention).

Mareike Fingerhut-Säck mit einer historischen Forschung zu „Pietismus ´von oben´. Seine Einführung und Konsolidierung 1710 bis 1771 in der Grafschaft Wernigerode durch das Grafenehepaar Sophie Charlotte (1695-1762) und Christian Ernst (1691-1771) zu Stolberg-Wernigerode“ (Dissertation an der OvGU, Fakultät für Humanwissenschaften (FHW) Institut für Geschichte). Mit ihrer Dissertation gibt sie einen tieferen Einblick in die Lebenswelt adeliger Ehepaare im Pietismus und wirft dabei einen analytischen Blick auf den spezifisch weiblichen Anteil an der pietistischen Frömmigkeit.

Im ersten Vortrag “Wandel von Geschlechter- und Gleichstellungspolitiken? - Rechtspopulistischer Antifeminismus in der parlamentarischen Praxis im Landtag von Sachsen-Anhalt” stellte Jenny-Antonia Schulz, Diplom-Politologin an der Freien Universität Berlin, ihr Dissertationsprojekt vor. Aus feministischer Perspektive untersucht sie unter anderem, wie der Einzug rechtspopulistischer Parteien die Debattenkultur und die parlamentarische Praxis in Landtagen verändert und präsentierte erste Ergebnisse anhand des Fallbeispiels Sachsen-Anhalt.

Anita Henneberger, Doktorandin am Lehrstuhl Geschichte der Neuzeit mit dem Schwerpunkt Geschlechterforschung der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, präsentierte nach der Mittagspause ihr Dissertationsprojekt „Unsre schon erlangte Freude in Trauer zu verwandeln.“ - Der Kindstod in der Dynastie der Ernestiner von 1600 bis 1800. In ihren Ausführungen machte sie die Bedeutung einer geschlechtsspezifischen Untersuchung des Kindstodes für soziologische und ethnologische Frauen- und Geschlechterforschung deutlich.

In der Postersession wurden folgende Projekte aus Genderforschung und Gleichstellung vorgestellt:

logo_KgKJH

Medienkoffer "Geschlechtervielfalt in Einrichtungen der frühkindlichen Bildung, in Grundschulen und

KgKJH Sachsen-Anhalt

Gendercampus RingvorlesungMLU

gender*bildet

Ein Projekt der Gleichstellungsbeauftragten der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg zur Verankerung von Genderaspekten in Lehre und Forschung

begleitendes Studienprogramm
Ringvorlesung

Workshops

gender*bildet

Präventionsstelle sexualisierte Diskriminierung

Präventionsstelle Sexualisierte Diskriminierung

 
der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg & Hochschule Magdeburg-Stendal unter fachlicher Leitung der KGC Sachsen-Anhalt

Webseite der Präventionsstelle

Header_RV gender in MINT

"Neue Perspektiven: Potenziale der Genderforschung in den MINT- und Humanwissenschaft"en

Interdisiplinäre Ringvorlesung im Wintersemester 2018/19 an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

Webseite der Ringvorlesung

genderMed

Projekt GenderMed

Integration von geschlechtsspezifischer Medizin in die Curricula der Studiengänge der Medizinischen Fakultät

Katharina Clever & Gabriele Meyer ǀ Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaft ǀ Medizinische Fakultät ǀ Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg & Universitätsklinikum Halle (Saale)

MLU2

"Ich bin gut, so wie ich bin!"

Forschungsprojekt zum Zusammenhang zwischen Self-Compassion und Weiblichkeitsnormen und Möglichkeiten zur Stärkung von Frauen
Schmuck S., Petersen L.E., Tandler, N. ǀ Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Logo_GenderxInformatik_ohne_Hintergrund

Gender x Informatik

Förderung von Vernetzung und Dialog in der Forschung. BMBF-gefördertes Projekt
Kooperationspartner*innen: TU Chemnitz, TU Bergakademie Freiberg, TU Ilmenau und OVGU Magdeburg.
Informationen zum Projekt:

TU Chemnitz
OVGU Magdeburg

Nach der Kaffeepause stellten Linda Vieback, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich für Berufs- und Betriebspädagogik der OVGU und Stefan Brämer, Institut für Mikro- und Sensorsysteme der OVGU, das Projekt investMINT und erste Erkenntnisse aus ihrer quantitativen Befragung zum “Elterlichen Einfluss auf das MINT-Interesse von Schülerinnen”.

Abschließend  präsentierte Stella Rüger vom Institut für Pädagogik der Martin Luther-Universität Halle-Wittenberg ihr Dissertationsprojekt “Subjektivierung im Kontext von Beratung für Migrant*innen mit Behinderung. Eine intersektionale Perspektive auf Positionierungen entlang von Migration, Behinderung und Geschlecht”.

Die vorgestellten Forschungs- und Praxisprojekte machten zum einen die Bandbreite von geschlechtersensiblen Fragestellungen und Gegenständen sowie die gesellschaftskritische Relevanz und das wachsende Innovationspotential von Geschlechterforschung deutlich.

Den Abschluss der Tagung bildete ein Blick auf weitere Aktivitäten im Bereich der Geschlechterforschung, wie die Online-Plattform Gendercampus Sachsen-Anhalt. Auf dieser werden Veranstaltungen rund um die Themen Gender, Feminismus & Diversity sowie die immer weiter wachsende Vielfalt von Lehrangeboten und Forschungsprojekten mit Genderperspektive öffentlich gemacht werden.

gendercampus sachsen-anhalt

Damit machten Michaela Frohberg und das Moderationsteam deutlich, dass sich im Bereich Genderforschung viel tut in Sachsen-Anhalt, was nicht zletzt auch das Interesse am Landesweiten Tages und der Interdisziplinären Nachwuchstagung „Wie forsche ich in meinem Fach mit Geschlechterperspektive? deutlich machen.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Beteiligten, besonders bei den Referierenden und den Postereinreichenden, für eine gelungene und erkenntnisreiche Tagung und freuen uns auf den 9. Landesweiten Tag der Genderforschung.

Letzte Änderung: 01.02.2019 - Ansprechpartner:

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